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Originalbeiträge

Orginalbeiträge

Band 202, 2010, S. 208

DANIEL KEHLMANN

Symptom und Reflex

Anmerkungen zu Daniel Kehlmann 'Ich und Kaminski'

Im Jahre 2003 veröffentlichte Daniel Kehlman den Roman 'Ich und Kaminski'. Die Erzählung um einen jungen Studenten der Kunstgeschichte, der aufgefordert wird, die Biografie des Malers Kaminski zu schreiben. Die Geschichte nimmt ihren Lauf...
Das interessante Momentum an diesem Beitrag zur zeitgenössischen Literatur ist das Spiel in einem Wettbewerb, bei dem die Kunst gewinnt. Wenn man in diesem Falle sowohl die Kunst in Worten als auch die in Bildern darunter rubriziert. Dabei handelt es sich bei diesem Werk auch um eine Art Tatsachenbeschreibung. Das wird schon darin deutlich, dass ein Herr Manz auftritt, vom Kunstmagazin groß A klein r groß Z. […] weiterlesen


Band 202, 2010, S. 98

Endcommercial, copyright Florian Böhm, Luca Pizzaroni, Wolfgang Scheppe

Anselm Franke, Wolfgang Scheppe, Florian Böhm

FIKTION®

Die Allgegenwart der kommerzialisierten Fiktion verwirklicht sich vor unseren Augen. Die generalisierte und omnipräsente Fiktion der kommerzialisierten Bilder- und Vorstellungswelt hat ein eigenes Regelwerk und Wertesystem geschaffen, innerhalb dessen über die mediale Sicht- oder Unsichtbarkeit ausnahmslos aller Dinge entschieden wird.
Die kommerzielle, fiktionalisierte Ikonografie, unterscheidet sich wesentlich von anderen Bildtypen: Die Botschaft und die Bedeutung des Bildes sind festgelegt, in der Funktion des Bildes als einem Geschäftsmittel. Am Anfang des fiktionalisierten Bildes steht die Geschäftsbeziehung, ein Kontrakt, der festlegt, welche kommerziellen Interessen verfolgt werden. Das kommerzielle fiktionalisierte Bild muss, um die definierte Funktion zu erfüllen, eine Reihe von Widersprüchen in sich vereinen, […] weiterlesen


Band 196, 2009, S. 50

Ilse Ermen

Jeder ist ein Zeichner

[…] weiterlesen


Band 185, 2007, S. 192

Silke Wawro, “der VOLKSWARE Mantel als Verkaufs-Anzeige in verschiedenen Innenstädten”, 2003

Silke Wawro

Parasitäres Verhalten als Vorschlag zum Umgang mit Überangebot und Massenproduktion

VOLKSWARE

Volksware ist der Name einer Marke. Volksware arbeitet projektbezogen und präsentiert sich in unterschiedlichen Formen in Ausstellungen, Events, Verkaufsflächen und anderen Veranstaltungen, die im Kontext des jeweiligen Projekts stehen. Jede Idee von Volksware wird in Form eines Produkts, einer sog. "Volks' Ware" erzählt: Als Konzept, als Unikat, in Auflage oder als Produkt ohne eigene Produktion.
In den Volksware-Projekten werden der Wert, die Funktion und die Bedeutung von Konsumgütern auf immer wieder neue Weise hinterfragt. Das Hauptinteresse gilt dem Grund zum Kaufen, der Wertschöpfung von Konsumgütern und der Auswirkung hiervon auf den Verbraucher.
Volksware braucht seinen Benutzer, um sich zu […] weiterlesen


Band 185, 2007, S. 178

Jörg Adam, Dominik Harborth & Andrea Vilter: Helfershelfer, Türbremse, Tropfenfänger und andere obligate Symbionten, Stuttgart 2000,?Tropfenfänger  (Seite 14). Foto: Bernd Gallandi, Berlin

Dominik Harborth und Andrea Vilter

Helfershelfer

Helfershelfer1 - Symbionten im Designprozess

Dominik Harborth

Ein gefalteter Bierdeckel unter dem Bein des Wirtshaustisches. Wie kam er dorthin? Was hat den Gast dazu bewegt, die Pappe zwischen Möbel und Boden zu schieben? Der wackelnde Tisch hat ihm wohl keine Ruhe gelassen.
Man kann einen Tisch in seiner Position verändern, um sicheren Stand für ihn zu finden und wenn das nicht hilft, den Kellner um einen anderen Platz bitten. Auch der stetige leichte Druck des Unterarmes auf die Tischkante während des gesamten Abends vermeidet das Hin- und Herkippeln des Möbels. Man könnte das sanfte Wippen für einen kurzen Aufenthalt im Restaurant natürlich auch schlichtweg ignorieren.
Der Gast vor uns hat […] weiterlesen


Band 185, 2007, S. 130

Michael Rakowitz, Joe Heywood's paraSITE Unterkunft, 2000, Plastiktüten, Polyäthylenschlauch, Haken, Klebeband, Battery Park City, Manhattan

Michael Rakowitz

Umgehungen

paraSITE/(P) LOT

PARASITE schlägt die Aneignung der externen Belüftungssysteme vorhandener Architekturen vor, um auf diese Weise temporäre Unterkünfte für Obdachlose bereitzustellen.
Im inaktiven Zustand existieren die paraSITE-Einheiten als kleine, zusammenfaltbare Pakete und haben Griffe, sodass sie sich mit der Hand oder auf dem Rücken transportieren lassen. Um diese Apparatur einsetzen zu können, muss der Benutzer die Ausgänge des Heizungs- und Belüftungssystems bzw. der Klimaanlage eines Gebäudes finden.
Eine Aufnahmeröhre der zusammengefalteten Struktur wird an den Lüftungsschacht angeschlossen. Die warme Luft, die aus dem Gebäude entweicht, bläst die doppelte Membranstruktur auf und erhitzt sie zugleich.
Im April 1997 erläuterte ich mein Konzept und meinen ersten Prototyp […] weiterlesen


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