Mona Lisa
Von Timm Ulrichs
Gleich zwei Ausstellungen huldigten in den 70ern dem Mona-Lisa-Kult: Das Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg (24.9.- 3.12.78) und der Württembergische Kunstverein (15.12.78 - 15.1.79) widmeten sich ausführlich diesem wohl berühmtesten Gemälde der Welt. Ein Teil der Exponate dieser Ausstellungen stammte aus der Sammlung des Künstlers Timm Ulrichs, der in über zehn Jahren mehrere Tausend Bild-, Text- und Tondokumente über Leonardo da Vincis Gemälde zusammengetragen hat. Gerade für Künstler stellt ein solcher Mythos ja eine besondere Herausforderung dar: „…was bleibt, ist fertig zu werden mit dieser fetischisierten Figur aus dem Reiche der Kunst, indem man sie sich einverleibt, sie verdaut - und ausscheidet: wie der Kannibale, der seine Gegner isst, um sich an und mit ihnen zu stärken….Also habe ich alles zum Mona-Lisa-Syndrom versammelt, eine Material- und Zitatensammlung angelegt, um in einer massiven "Materialschlacht" das Thema ein für allemal fertigzumachen.“ „Fertiggemacht“ hat Ulrich den Mona-Lisa-Mythos in dieser Dokumentation, in der er sich vor allem dem Auftritt des Kult-Bildes in trivialen Niederungen widmet: Mona Lisa als lebendes Bild oder als Witzfigur, Mona Lisa in der Hand von Dieben und Lustmördern, als Lockvogel in der Werbung oder als Spielmaterial
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Band 31, 1979, S.

Timm Ulrichs









