0
INTERNATIONAL
 
KUNSTFORUM > Aktuell > Aktionen & Projekte
Aktuelle Nachrichten: Aktionen & Projekte

Skulptur draussen

Die Initiative „Südkunst" mit Peter Sörries, Dorothee Hoven sowie Ferdi und Christa Katzenburg bereichert das Kölner Kulturleben regelmäßig mit zwei Events: Im Winter richtet „Südkunst" als Beitrag zum alternativen Karneval die „Ziegenbartsitzung" mit dem Kabarettisten Jürgen Becker aus. Im Sommer laden die Initiatoren zu ihrem Programm „Skulptur draußen" in einen Privatgarten in Köln-Sürth ein.

In diesem Jahr bespielt die Künstlerin Ellen Muck bis zum 23. August 2009 mit ihren Arbeiten das Gartenareal in der Weißer Hauptstr. 52, und zur Vernissage bot Kabarettist Becker einen Ausschnitt aus seinem satirischen Streifzug durch die Religionsgeschichte („Ja, was glauben Sie denn?"). Besichtigungen der Skulpturen sind jeden Sonntag von 10-19 Uhr möglich, oder auch nach telefonischer Vereinbarung 0178-6928358. (JR)

Wolfkammer

2004 installierte der deutsch-russische Künstler Igor Sacharow-Ross auf einem Schulgelände in Köln-Gremberg ein traditionell erbautes russisches Blockhaus. Die Baumstämme dazu wurden eigens aus Russland herangeschafft. Seitdem dient diese „begehbare Skulptur" als „offene Plattform zur Bildung interkultureller Netzwerke". Vom 23. April bis zum 10. Mai 2009 realisiert die Künstlerin Patrizia Marchese die Installation „Wolfkammer". Kurator des Projekts ist Erich Witschke.

Marchese inszeniert in dem archaisch wirkenden Innenraum eine Bühnensituation mit Klischees aus der Märchenwelt, die sie „mit der gesellschaftlichen Realität der Gegenwart" konfrontiert. Der Wolf  ist dabei Sinnbild für das, was wir als ungeheuerlich empfinden. In Märchen und Comics tummeln sich Wölfe zuhauf - bei den Gebrüdern Grimm („Rotkäppchen") ebenso wie in Walt Disneys Geschichten von „Ede Wolf", der die drei kleinen Schweinchen fressen will. Im Vorural, aus dem das Holz für das Blockhaus stammt, treibt es die Wölfe in harten Wintern auf ihrer Nahrungssuche hin zu den Behausungen der Menschen, die diese wild und hungrig herumstreunenden Tiere als Bedrohung und Plage empfinden.

Die alten Mythologien nährten den Aberglauben, ein von einem Wolf verletzter Mensch verwandele sich bei Vollmond selbst in einen blutdürstigen Werwolf, und bei diesem Topos bedient sich seit den 1940er Jahren immer wieder das Genre des Horrorfilms. Das alles spielt bei Marcheses Rauminszenierung mit Elementen des Obskuren und Träumerischen  eine Rolle. Der Titel rekurriert auf einen Ort im Bergischen Land, der „Wolfkammer" heißt. (JR)

100 Jahre Futurismus

1909 veröffentlichte Filippo Tommaso Marinetti (1876-1944) in der Pariser Tageszeitung „Le Figaro" sein erstes „Futuristisches Manifest". In elf Thesen verkündete er eine neue Form von Kultur, die den „Rausch der Geschwindigkeit" und die Maschine feiert, das lärmige Treiben in Fabriken und Bahnhöfen, aber in These Nr. 9 heißt es auch: „Wir wollen den Krieg verherrlichen - diese einzige Hygiene der Welt - den Militarismus, den Patriotismus, die Vernichtungstat der Anarchisten, die schönen Ideen, für die man stirbt, und die Verachtung des Weibes".

Diese verbalradikale Gewalt-Propaganda galt in der Zeitstimmung vor dem Ersten Weltkrieg, als man gerne mit dem Säbel rasselte, keineswegs als anstößig und wurde daher anstandslos in einer seriösen französischen Tageszeitung angedruckt. Vor allem die damaligen Anarchisten waren von Marinettis Zerstörungsphantasien angetan. Seine 1918 gegründete Futuristische Partei ging allerdings bereits ein Jahr später in Benito Mussolinis Faschistischer Partei Italiens auf.

1920 kam es jedoch zum Bruch zwischen Mussolini und Marinetti, der sich nun zeitweise der politischen Linken zuwandte, bis er sich 1924 mit Mussolini wieder versöhnte und in dessen Regierungskabinett Kulturminister wurde. Doch das Verhältnis zwischen den beiden war auch künftig nicht immer harmonisch: 1938 kritisierte Marinetti in einem Zeitungsaufsatz Mussolinis antisemitische Gesetzgebung (die Zeitschrift wurde daraufhin von der Zensur eingezogen), doch mit seinem Einfluss auf die Kulturpolitik konnte der Futuristen-Papst immerhin verhindern, dass die italienischen Künstler der Moderne als „entartet" diffamiert wurden, so wie ihre deutschen Berufskollegen unter der Nazi-Diktatur der 1930er Jahre.

Trotz seiner politischen Wirrungen gilt Marinetti bis heute als einer der wichtigsten Theoretiker der Avantgarde in der Epoche der Klassischen Moderne. Zum Jubiläum „100 Jahre Futurismus" hat der Kölner Komponist Rochus Aust Marinettis Futuristisches Kochbuch vertont. Jedes der 32 Gerichte wird in den kommenden Wochen an einem Ort in Europa musikalisch und szenisch uraufgeführt („Ristorante Santo Food Turismo"). Für die Visualisierung der Konzerte sorgen der italienische Schauspieler Fosco Perinti und sein Ensemble „RE-LOAD FUTURA". Am 23./24. Mai 2009 stehen im Kölner Rheinauhafen das Architektonische und das Astronomische Menü auf dem Programm. Zu essen gibt es für die Zuhörer nichts, sondern nur „Bilder, Musik und Worte" in der „Tradition von Marinettis Radiowellenernährung". Infos: www.rochusaust.de. (JR)

Gegen Fremdenfeindlichkeit

Seit Jahren führt der Aachener Künstler Hans Präffcke im öffentlichen Raum Installationen „Gegen Fremdenfeindlichkeit" durch. Schauplatz seiner jüngsten Aktion „Liberté" war das Chateau de Coubertin bei Paris. Das Schloss ist Sitz der Stiftung de Coubertin. Pierre de Coubertin war der Begründer der neuzeitlichen Olympischen Spiele gewesen. Künstler Präffcke bestückte die Zufahrt mit plastischen Nachbildungen der olympischen Ringe. In einem der Ringe steckt der obere Teil der New Yorker Freiheitsstatue.

Diese im Original 1886 eingeweihte Statue war bekanntlich ein Geschenk Frankreichs an die USA; ihr Entwurf stammt von dem französischen Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi. Exakt zehn Jahre später, 1896, fanden in Athen die ersten modernen Olympischen Spiele statt - als Treffen der Jugend der Welt nicht nur zum sportlichen Wettstreit, sondern auch im Zeichen der Völkerverständigung. Das Chateau ist heute Sitz einer Stiftung und nicht öffentlich zugänglich. (JR)

Via regia Skulptura

Die „Via Regia" (Königsweg) durchläuft sieben europäische Länder von Spanien bis in die Ukraine. Sie ist als UNESCO-Weltkulturstraße und „Kulturstraße des Europarats" ausgewiesen. Im Westen verband sie nach dem Tode des Frankenkönigs Chlothar I. die Hauptstädte der Teilkönigreiche Reims, Soissons, Orléans und Paris. In Europas Mitte verläuft sie vom Rhein über Frankfurt/Main, Fulda, Erfurt, Leipzig und Görlitz nach Breslau und von dort aus weiter nach Schlesien und Ostpolen: Das via regia-Netz ermöglichte mithin schon im frühen Mittelalter Fernhandelskontakte von Nordspanien bis nach Kiew.

Als Reichsstraße war der Handelsweg rechtlich dem König unterstellt, daher der Name. Allerdings ist in Deutschland schon im 14. Jh. ein Niedergang der königlichen Zentralgewalt zu verzeichnen; die Straße büsste damit ihre „königliche Funktion" ein. Ihre handelspolitische Kontrolle unterstand fortan praktisch den Territorialfürsten in Hessen, Thüringen und Sachsen. In Görlitz plant man nun für 2011 eine große Landesschau zur Via Regia, und dieser Anlass ist auch Auftakt für erste künstlerische Aktionen im Rahmen eines „europäischen Kunstprojekts mit Langzeitcharakter".

Der Arbeitstitel „Via regia skulptura" umschreibt das Vorhaben einer künstlerischen Aufwertung der alten Handelsroute und ihrer geplanten touristischen Vermarktung. Als ersten Schritt avisiert die „Initiative Sächsische Skulpturenstraße" einen „künstlerischen Austausch der beiden Endpunkte in Spanien und der Ukraine und zwei sächsischen Standorten". Neben der „inhaltlichen Arbeit" zur Konkretisierung dieses Vorhabens muss die Initiative sich freilich derzeit vor allem um den Aufbau einer „Koordinierungsstelle" zur Verwaltung der Fördergelder kümmern und sich noch weitere „Kooperationspartner" suchen. (JR)

Kunstwahlkampf

Noch sind es rund vier Monate bis zur nächsten Bundestagswahl, doch in Karlsruhe wurde das Publikum schon in diesem Frühjahr mit einem erbittert geführten „Kunstwahlkampf" konfrontiert. Das ZKM Karlsruhe und die Hochschule für Gestaltung richteten ein „Ausstellungsparlament" im Internet ein. Hier konnten sich 30 Künstler vorstellen, von denen schließlich 20 an der Ausstellung „Wahlheimat" teilnehmen dürfen (7. Juni bis 28. September 2009).

Nach dem Motto „Alle Macht geht vom Publikum aus" wurden die Teilnehmer allerdings nicht wie sonst üblich von einem Kurator oder einer Jury ausgewählt, sondern durch eine Abstimmung per Handy oder E-mail. Weltweit konnte war jeder Kunstinteressierte wahlberechtigt und konnte nach Betrachtung der Internetplattform für einen der Bewerber votieren. Die Künstler wiederum gestalteten ihre Wahlkampfauftritte mitunter reichlich karnevalesk: Der eine hing sich einen Teebeutel um den Hals, und der andere stülpte sich eine Papiertüte über den Kopf.

So möchte man eigentlich auch mal Wahlplakate mit den prominenten Spitzenpolitikern der politischen Parteien gestaltet sehen, doch anders als bei solchen Kunstaktionen erwartet die Wählerschaft von Politikern seriöses Auftreten. Guido Westerwelle z.B. erlebte 2002 mit seinem „Spaßwahlkampf" eine Pleite, als er sich die Schuhsohlen anmalte und mit einem „Guidomobil" durch die Lande tourte. (JR)

Willy-Lucas-Werkverzeichnis

Der westfälische Impressionist Willy Lucas schuf in seinem kurzen Leben über 600 Gemälde - er starb 1918 im Alter von 34 Jahren an einer Kehlkopfentzündung. Die Städt. Galerie Paderborn hat in ihrem Bestand 60 Bilder von Lucas und richtet dem Maler Ende 2009 eine große Ausstellung aus. Gleichzeitig soll ein Werkverzeichnis erstellt werden.

Gesucht werden daher Informationen über Werke, die sich in Privatbesitz oder im Kunsthandel befinden. Besitzer von Arbeiten des Malers Willy Lucas werden gebeten, sich mit den Mitarbeitern der Städtischen Galerie in Verbindung zu setzen. Adresse: Städtische Galerie, Am Abdinghof 11, 33098 Paderborn, Tel. 05251-88-1247 und 88-1673, Fax (05251) 88-2141, e-Mail: staedtische-galerien@paderborn.de. (JR)

Beuys-Kopf

Ein großes Beuys-Porträt aus Granit wollte der Bildhauer Anatol am Düsseldorfer Rheinufer aufstellen, und zwar genau an der Stelle, an der er 1973 seinen Lehrer über den Rhein gerudert hatte. Weil er 142 abgewiesene Bewerber in seine Klasse an der Düsseldorfer Kunstakademie aufgenommen hatte, war Beuys vom damaligen Wissenschaftsminister Johannes Rau entlassen worden. Anatols Ruderaktion „Heimholung des Joseph Beuys" war Teil der Protestaktionen gegen den Rauswurf gewesen.

Als Anatol an jener Uferstelle kürzlich eine Beuys-Ehrung mit seiner 12 Tonnen schweren Plastik vornehmen wollte, winkten Düsseldorfs Stadtväter ab: Der Kunstbeirat bemängelte die künstlerische Qualität („Kunstforum" berichtete). Derzeit verhandelt Anatol mit dem benachbarten Kreis Neuss, um seine Skulptur auf dessen Territorium aufstellen zu dürfen. (JR)

Modern Modern

Das New Yorker Chelsea Art Museum zeigt bis zum 13. Juni 2009 34 Künstler, die „im Spannungsfeld von New York und Berlin leben und arbeiten". Sie repräsentieren die derzeitige Stimmungslage in der Kunstszene mit einem „unverkrampften" Umgang sowohl mit figurativen als auch mit abstrakten Positionen. Kuratorin ist Pati Hertling.

Künstlerliste: Amelie von Wulffen, Cecily Brown, Jonas Lipps, Elizabeth Peyton, Birgit Megerle, Dirk Bell, Charline von Heyl, Andro Wekua,Jutta Koether, Peter Kisur, Susanne Winterling, Kitty Kraus, Sergej Jensen, Peter Peri, Hayley Tompkins, Scott Olson, Gregor Hylla, Kerstin Brätsch, Silke Otto-Knapp, Nick Mauss, Paulina Olowska, Simone Gilges, Karl Holmqvist, Isa Genzken, Tobias Buche, Nina Rhode, Michaela Meise, Juliane Solmsdorf, Reto Pulfer, Falke Pisano, Nikolas Gambaroff, Ken Okiishi, John Giorno und The Honey Suckle Company. Anschließend zeigt das Museum ab dem 25. Juni 2009 „The Art of Revolution" mit Beiträgen zu „Fragen der Identität iranischer Exilkünstler nach der islamischen Revolution von 1979". (JR)

Lehm-Projekt

„Clay and the Collective Body" nannte der britische Künstler Antony Gormley sein interaktives öffentliches Projekt, das er kürzlich in Helsinki durchführte. In einem Zelt neben dem Hauptbahnhof hatte Gormley einen 2,50 m hohen und 4 m tiefen Klotz aus Lehm abladen lassen.

Die Bewohner der Stadt waren eingeladen, das Material zu bearbeiten: Sie konnten einzelne Lehmblöcke heraus nehmen und daraus kleinere Skulpturen formen oder auch in einer Gruppe die Lehmmasse gemeinsam umformen. Bei manchen Teilnehmern wurden an Erinnerungen wach, wie sie als Kind mit Knetgummi hantiert hatten, andere genossen das soziale Miteinander im Team mit den anderen Akteuren. (JR)

Kunst mit Pferden

Seit 2001 finden im Künstlerhaus Marktoberdorf Ausstellungen statt, die wegen der eigenwilligen Architektur immer raumbezogen konzipiert sind. In der aktuellen Ausstellung (bis 14. Juni 2009) zeigt Alexandra Vogt unter dem Titel „myponyplay" eine 600 qm umfassende Präsentation mit Installationen, Fotos und Malerei, die sich über das gesamte Gebäude und den ummauerten Vorhof erstreckt.

Auf diese Weise verwandelt die Künstlerin das Areal in ein „tableaux vivant". Während der Ausstellungsdauer wohnt Vogt auch im Künstlerhaus - zusammen mit ihren Pferden. Die Tiere hält sie normalerweise in einem ehemaligen Milchwerk im Allgäu, das ihr heute gleichzeitig als Atelier und als Pferdestall dient. (JR)

Austausch mit Korea

Ein Austausch mit Korea bildet in diesem Frühjahr 2009 den Programmschwerpunkt des Bonner Frauenmuseums. Vom 24. April bis zum 4. Mai 2009 reisen 24 Künstlerinnen aus dem Umfeld des Frauenmuseums nach Südkorea, um in Seoul ihre Arbeiten in der Galerie der Ewha Womans University zu präsentieren. Während dieses Korea-Aufenthaltes sind auch diverse Seminare und Austauschbegegnungen mit koreanischen Künstlerinnen eingeplant.

Der Gegenbesuch der Ewha Womans University in Bonn findet im Rahmen der 4. Designmesse im Frauenmuseum vom 22. bis 24 Mai 2009 statt. Zwei weitere Korea-Projekte in Bonn sind für den Zeitraum ab dem 7. Juni 2009 im Ausstellungskalender notiert: In der ersten Etage präsentiert das Hanji Development Institut-Wonju Koreanische Paper Art, und im Erdgeschoss zeigen 45 koreanische Künstlerinnen unter dem Titel „The last wall" ihre Werke. (JR)

Il Giardino di Daniel Spoerri

1997 eröffnete Daniel Spoerri in Seggiano 80 km südlich von Siena einen Skulpturenpark „Il Giardino di Daniel Spoerri". Auf dem 16 ha großen Gelände kann man in jedem Sommer von Ostern bis Oktober ca. 80 Skulpturen und Installationen von rund 40 Künstlern erwandern. Will man alle Beiträge sehen, benötigt man für den Rundgang gut drei Stunden. In diesem Jahr kamen Arbeiten von Giampaolo di Cocco, Luciano Massari, Bernard Pras, Giovanni Rizzoli, Mauro Staccioli und Daniel Spoerri neu hinzu. Infos: www.danielspoerri.org/. (JR)

European Media Art Festival

Mit rund 250 Beiträgen findet vom 22. bis zum 26. April 2009 in Osnabrück das „European Media Art Festival" (EMAF) statt. Das Festival hat kein thematisches Motto, doch generell geht es bei dieser Veranstaltung immer um eine Reflexion politischer und gesellschaftlicher Zustände in Experimentalfilmen, Performances, Vorträgen und in der Ausstellung und dem Media Campus. EMAF wird seit nunmehr 22 Jahren ausgerichtet und hat sich in diesem Zeitraum als Treffpunkt für Künstler, Kuratoren, Verleiher, Galeristen und Fachpublikum etabliert und die Ästhetik der medialen Künste entscheidend mitgeprägt.

Auf dem Festival werden drei Preise vergeben: der „EMAF-Award" für eine richtungsweisende Arbeit in der Medienkunst, der „Dialogpreis" des Auswärtigen Amtes zur Förderung des interkulturellen Austausches sowie ein weiterer Preis für den besten deutschen Experimentalfilm des Jahres. In diesem Jahr ist das Festival Kooperationspartner der Ausstellung „Bilderschlachten" in der Osnabrücker Kunsthalle Dominikanerkirche, im Museum Industriekultur und im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum. Diese Ausstellung zeigt eine kritische Darstellung der Kriegsberichterstattung in den vergangenen 2000 Jahren. (JR)

Zug nach Bad Ems

Wenn ein „prozessuales Kunstprojekt" sich bei seinem Titel der manierierten Schreibweise „TrAIN to Bad Ems" bedient, so war hier nicht wie woanders so oft ein überkandidelter Marketingdepp am Werk, sondern die Orthografie ist doppeldeutig gemeint. Sie spielt zum einen auf das Reisen an, und zum anderen ist „TrAIN" ein Akronym für „Research Center für Transnational Art, Identity and Nation". An diesem Zentrum beteiligen sich verschiedene britische Akademien „im Verbund der University of Arts London". Es untersucht die multi-kulturellen Strukturen in der Hauptstadt Englands.

Fünf junge Künstler fuhren „mit ihrer Großstadterfahrung" aus London ins beschauliche Bad Ems, um dort die Stadt und ihre Architektur zu untersuchen. Das hat einen historischen Hintergrund, denn im 19. Jh. reisten vor allem Briten und Russen zu einer Bäderkur im Lahntal an. Nach einer ersten Präsentation im April 2009 im Künstlerhaus Schloss Balmoral Bad Ems werden die Ergebnisse der Recherche ein weiteres Mal vom 25. September bis zum 31. Oktober 2009 in der Galerie Nord- Kunstverein Tiergarten Berlin vorgestellt. Künstlerliste: Sutapa Biswas, Maria Laet, Gladstone Thompson, Young-Mi Kim, Karl Omarsson. (JR)

19

? Nachrichten-Suche

? KUNSTFORUM-Suche

Archiv: Bandübersicht | Ausstellungen | Künstlerlexikon | Institute  
Aktuell:
Messekalender | Biennalekalender | Nachrichten
Kunstforum:
Startseite | Abonnement | Testabonnement | Anzeigen | Impressum

Kontakt:
Fragen zu Abonnement und Vertrieb: vertrieb@kunstforum.de | Technische Fragen und Fragen zu Login, Passwort und Internet: kunstforum@artcontent.de | Anzeigenkontakt: anzeigen@kunstforum.de

Anzeigen